Google Zukunftswerkstatt – meine Erfahrungen

Google bietet in der Google Zukunftswerkstatt einige kostenlose Kurse an. Teilweise erhält man als Absolvent nach erfolgreich abgelegter Endprüfung ein Zertifikat. Ich habe den Kurs Grundlagen des Onlinemarketings absolviert und dies sind meine Erfahrungen.

Der Kurs umfasst 26 Abzeichen, die aus mehreren Video-Trainings und Übungstests bestehen. Die Abschlussprüfung kann erst nach Abschluss aller 26 Abzeichen gestartet werden.

Innerhalb der Abzeichen kann man direkt zu den Übungsfragen springen. Dies geht allerdings nur ein Mal, liegt man bei mindestens einer Frage daneben, muss die Lektion doch durchgearbeitet werden.

Der Kurs ist kostenlos, ein Blick in den Kurs lohnt sich also auf jeden Fall mal! Doch der Reihe nach…

Für wen ist der Kurs geeignet?

Die wichtigste Frage möchte ich vorab beantworten: Für wen ist der Kurs geeignet?

Der Kurs richtet sich ganz klar an Einsteiger, die bisher keine Berührungspunkte mit dem Onlinemarketing hatten, nun aber aktiv werden möchten – sei es, um das eigene Geschäft voranzubringen oder persönliche Skills aufzubauen.

Das klärt auch gleich die Frage, für wen der Kurs eher weniger geeignet ist. Und das sind alle, die bereits praktische Erfahrungen im Onlinemarketing haben. Denn der Kurs umfasst die Basics, die nicht immer der Praxis entsprechen. Und damit wären wir auch schon bei einem größten Kritikpunkt des Kurses.

Kritik am Kurs

Der Kurs ist ganz klar für Einsteiger und Anfänger konzipiert. Wer – wie ich zum Beispiel – schon Erfahrung in der Praxis gesammelt hat, stolpert während des Kurses über viele “Das kommt darauf an”-Antworten. Die es aber unter den möglichen Antworten natürlich nicht zu Auswahl gibt.

Im Folgenden möchte ich ein paar Beispiele nennen, über die ich gestolpert bin.

Achtung! Im Folgenden werden eventuell einige Lösungen zu einzelnen Aufgaben des Tests verraten. Falls du gerade dabei bist, den Kurs zu absolvieren, solltest du hier nicht weiterlesen – es sei denn, du möchtest schummeln.

Toby Schmidt

Die Sache mit den sozialen Netzwerken

Eine Übungsfrage im Teil zu Social Media soll die Unterschiede zwischen den einzelnen Social Media Kanälen abfragen. Im Beispiel sucht Boutique-Betreiberin Sarah einen Schreiner zum Bau eines maßangefertigten Verkaufstresens. Auf welchem Netzwerk sollte sie diesen Suchen?

Ziel der Frage ist klar: Herauszustellen, dass sich auf den verschiedenen Netzwerken verschiedene Zielgruppen tummeln. Doch mir persönlich ist kein einziger Schreiner bekannt, den man auf der richtigen Lösung, nämlich LinkedIn antrifft. Dir?

Die lokale Suche in der Praxis

In einem anderen Kapitel werden Suchmaschinen genauer betrachtet. Im Speziellen geht es um die “lokale Suche”. In den Übungsfragen soll der Absolvent oder die Absolventin den Suchbegriff auswählen, der eine lokale Suche darstellt.

Der alleinige Suchbegriff “Fahrradläden” ist der Übungsfrage zufolge keine lokale Suche. In der Theorie richtig, in der Praxis kann es allerdings auch anders aussehen, wie mein kleiner Test zeigt. Hier habe ich einfach mal nach diesen “Fahrradläden” gesucht und trotzdem einige lokale Suchergebnisse erhalten, ohne, dass ich meine Suche auf meinen Standort eingrenzen musste. Somit wäre in der Praxis auch eine Suche nach “Fahrradläden” eine – zumindest teilweise – lokale Suche.

E-Commerce made simple

In einer der Fragen im Abschlusstest wird nach dem ersten und einfachsten Schritt gefragt, E-Commerce-Funktionen auf seiner Website zu ermöglichen. Die richtige Antwort macht es sich für mein Verständnis etwas einfach: Eine webbasierte Zahlungssoftware einrichten.

Für mein Verständnis ist das etwas zu einfach gedacht. Eine Zahlungsmöglichkeit macht noch lange keinen Online-Shop. Hier fehlen mindestens Produktseiten und ein Bestellformular. Ich gebe zu, das Bestellformular lässt sich vermutlich erst mit dem Bestehen einer Zahlungsmethode umsetzen, Produktseiten haben aus meiner Sicht jedoch ganz klar Vorrang.

Die Option D wäre für E-Commerce-Einsteiger auch eine Option. Etsy beispielsweise liegt gerade richtig im Trend. Auf Facebook und Instagram werden mittlerweile auch Grundfunktionen zum Vertrieb eigener Produkte bereitgestellt – die teilweise aber auch Produktseiten auf der eigenen Website voraussetzen.

Das habe ich aus dem Kurs mitgenommen

Doch auch ein paar Dinge habe ich aus dem Kurs mitgenommen. Zum Beispiel die Keyword-Recherche über den Keyword-Planner. Die kannte ich bisher nur vom Hörensagen und werde sie defintiv mal ausgiebig testen.

Auch zum Thema Display Marketing konnte ich noch zusätzlichen Input aufnehmen. Das Thema war für mich bisher kaum relevant, bietet aber in Verbindung mit anderen Maßnahmen durchaus Potenzial.

Zu guter Letzt habe ich auf meinen persönlichen Lernplan notiert, mich intensiver mit den Möglichkeiten des Retargeting zu befassen. Dadurch können z.B. Besucher erneut angesprochen werden, die schon mal auf meiner Website waren, eine Aktion allerdings abgebrochen haben.

Das Zertifikat für den bestandenen Kurs

Deine Meinung ist gefragt

Du bist auch schon zertifiziert? Lass’ mich gerne wissen, welche Erfahrungen du mit den Google Kursen gemacht hast. Schreibe mir dazu gerne einfach eine kurze Nachricht über den Chat! Ich freue mich auf deine Erfahrungen!


Das Beitragsbild stammt übrigens von Alexandru Acea auf Unsplash. Alexandru macht hervorragende Bilder mit sehr minimalistischem und technisch angehauchten Stil. Ich bin ein großer Fan! Schau’ dir doch mal seine Bilder an!

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